Am 21.06.26 stand das Gemeindefest im Haus der Kirche auf dem Plan. Dies ist das Gemeindehaus der evangelischen Stadtgemeinde Mühlhausen. Ziel war es, als Auftakt einen Open-Air-Gottesdienst im gleich am Gemeindehaus angrenzenden Garten durchzuführen. Allerdings zeigte sich das Wetter im Vorfeld etwas launisch. Noch am Samstagabend konnten wir nicht mit Sicherheit Freiluft einplanen – es musste mit Gewittern gerechnet werden. Und als das Regenradar am Sonntagmorgen immer noch größere Schauer ahnen ließ, entschieden wir uns für die Verlagerung nach drinnen. Was allerdings im Haus der Kirche bedeutet, trotzdem beste Voraussetzungen vorzufinden. Ein großer Gemeindesaal mit Orgel, Flügel, Kanzel, Altar und guter Akustik wurde nun schnell vorbereitet. Schon hier muss erwähnt werden, dass Pfarrer Markus Ebert und Kreiskantor Oliver Stechbart uns spontan sehr hilfreich zur Seite standen und in allen Anliegen ein offenes Ohr hatten.
Vielen Mühlhäuser Geschwistern ist das Haus der Kirche ein vertrauter Ort, da hier während des Kirchenumbaus 2008 die sonntäglichen Gottesdienste stattfanden.
Eschweger wie Mühlhäuser Geschwister sowie einige Gäste füllten nun langsam den Kirchensaal. Die Lage mitten im Stadtzentrum ist eine gewisse Herausforderung, aber mit etwas Unterstützung der Amtsbrüder und Jugendlichen fand jeder zum Haus der Kirche und es konnten auch genügend Parkplätze ausfindig gemacht werden. Der Buffett-Tisch im kühlen Treppenhaus wurde durch mitgebrachte Salate und Kuchen immer weiter eingedeckt.
Der Gottesdienst wurde durch den Gemeindevorsteher Evangelist Ruben Werner nach dem Bibelwort Hebräer 10, 23 gehalten. Die Predigt hatte einen deutlichen Akzent auf den Frieden, der uns durch Jesus geschenkt wird – ganz unabhängig von dem Frieden, den wir auf menschlicher Ebene fähig sind herzustellen. Zum Gottesdienst sang ein kleiner Chor und eine Streichergruppe brachte einen jugendlichen Beitrag zu Gehör.
Gemeindevorsteher Joachim Friedrich sowie Priester Blumenstiel und Priester Schubert aus Eschwege lieferten weitere Predigtbeiträge. Für einige war es hierbei eine Premiere von einer Kanzel zu predigen (die allerdings hier auf dem Boden steht). Der Altar dient im evangelischen Liturgieverständis nicht als Ort der Verkündigung, sondern als Ort der Anbetung Gottes und als Platz für die Abendmahlsgefäße. Dies galt es zu respektieren. Priester Friedrich brachte sehr eindringlich zum Ausdruck, wie wohltuend es ist, wenn man irgendwo zum ersten Mal ist und man dann herzlich empfangen wird und eine liebevolle Atmosphäre verspürt.
Am Ende des Gottesdienstes gab es noch ein kleines Geschenk für die Eschweger Gemeinde – ein kleines, durch unseren Diakon i.R. Eberhard Giesel angefertigtes Holzkreuz. Im Mühlhäuser Ämterzimmer hängt schon ein gleichartiges Exemplar.
Nach dem Gottesdienst wurde der große Grill im Gemeindegarten entfacht und es konnte zu gemütlicher Gemeinschaft übergegangen werden. Wohl keiner wurde an diesem Mittag und Nachmittag nicht satt. Viele Geschwister halfen tatkräftig mit, dass alles funktionierte und auch die älteren Gemeindemitglieder immer schön versorgt waren.
Ein herzlicher Dank geht an Friedhelm Blumenstiel, der die Tontechnik aus Eschwege mitgebracht hatte. Ein Danke auch an alle, die mitgebacken, mitgekocht, gegrillt oder anderweitig geholfen haben.
Am Nachmittag gab es dann noch weitere Termine und Aktivitäten. So konnten Interessierte an einer Stadtführung teilnehmen. Gleich im Anschluss führte Pfarrer Ebert eine weitere Gruppe in den Turm sowie den Dachbereich der Divi-Blasii-Kirche und eröffnete so sehr interessante und neue Einblicke.
Der 21. Juni ist traditionell Tag der „Fete de la Musique“, an dem Profi- und Amateurmusiker im öffentlichen Raum honorarfrei auftreten. Auch in Mühlhausen gab es an vielen Ecken und Plätzen Darbietungen und Programme. Darin eingebettet war ein Konzert des Jugendsinfonieorchesters des Robert Schumann Konservatoriums Zwickau direkt nebenan in der Divi-Blasii-Kirche. Dieses Orchester wird von unserem Glaubensbruder Prof. Georg Christoph Sandmann geleitet. Dieser schaute vor und nach dem Konzert ebenfalls bei unserem Gemeindefest herein. Die Gelegenheit, das Konzert zu besuchen, nutzten zahlreiche Geschwister.
Im Kirchengarten stand eine Tischtennisplatte zur Verfügung und viel Platz zum Ballspielen, was von den Jugendlichen gern genutzt wurde.
Über fehlende Vielfalt konnte man sich an diesem Sonntag also nicht beschweren.
Danke nach Eschwege, dass ihr unserer Einladung gefolgt seid! Dank unserem himmlischen Vater, dass wir einen trockenen, sehr sommerlichen Nachmittag verleben konnten und er es ermöglicht hat, in wertvoller Gemeinschaft zusammen zu sein.
Neuapostolische Kirche