Kinder-Mitmach-Gottesdienst

Schon lange vorbereitet fand am 23. Juni 2013 in der Gemeinde Mühlhausen ein Gottesdienst statt, in dem die Kinder im Mittelpunkt standen.

Treffpunkt war vor dem Gottesdienst der Übungsraum des Kinderchores. Hier gab es eine Begrüßung und die Kinder erfuhren das Wichtigste bezüglich des Ablaufs vor und im Gottesdienst. Erste Station war das Ämterzimmer. Als alle Kinder versammelt waren, war kein Platz mehr. Priester Gitschat erklärte den Kindern, was vor dem Gottesdienst im Kreise der priesterlichen Ämter so besprochen wird. Dann gab der Vorsteher die Lieder für den Gottesdienst bekannt, worauf die entsprechenden Zahlen an die Kinder verteilt wurden. Voller Stolz wurden diese zum Altarbereich gebracht und dort für die Gemeinde angesteckt. Zweite Station war dann das Foyer der Kirche. Dort stellten sich die Kinder in 2 Gruppen auf, um die Geschwister willkommen zu heißen. Die nahmen das mit Freude an, auch wenn fast 20 Kinderhände geschüttelt werden mussten.

Parallel begannen schon musikalische Vorträge im Kirchensaal. Lena am Klavier mit einem gefühlvollen klassischen Stück und ein Flötentrio mit Julia, Vanessa und Jonas erfreuten die Geschwister. Bevor der Gottesdienst begann, stimmte der Kinderchor noch den Kanon „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind“ an – eine schöne Aussage kurz vor dem Gottesdienst. Alle Kinder nahmen nun ganz vorn Platz – auch die Mamas mit Kleinkindern waren eingeladen, einmal ganz vorne zu sitzen.

Das Bibelwort stand in Johannes 6,37: „Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Dazu passend war der Alter geschmückt mit dem Motto „Komm, wie du bist“. In den Kinderunterrichten waren dazu entsprechende Eigenschaften gesucht worden, die verdeutlichen, dass JEDER in JEDEM ZUSTAND zu Jesus kommen kann, z.B. stark oder schwach, fröhlich oder traurig, beladen oder unbeladen.

Evangelist Ruben Werner und im Mitdienen Priester Torsten Pirschel versuchten gerade, den Kindern verständlich zu machen, dass Jesus sie nie verstoßen wird, dass er immer für sie da ist.
Im Gottesdienst sang der Kinderchor unter anderem „Gott ist die Liebe“. In den Refrain stimmte immer die gesamte Gemeinde ein.

Eine schöne Überleitung zur Sündenvergebung und zum Heiligen Abendmahl war eine Begebenheit, die von einem Familienvater berichtete. Dieser musste, um den Unterhalt seiner Familie zu sichern, auswärts arbeiten und dafür auch längere Zeit dort bleiben. Er hatte nichts, was er seinen Kindern als Erinnerung hätte zurücklassen können. Beim Abendessen kam ihm die erleuchtende Idee. „Wenn ihr“, so sagte der Vater, „zukünftig abends euer Brot esst, dann denkt an mich; wenn ich mein Brot esse, werde ich auch an euch denken – so sind wir immer miteinander verbunden.“ Das war sehr schön auf die Beziehung zu Jesus Christus übertragbar.

Nachdem das Heilige Abendmahl beendet war, spielte Sophia mit dem Cello ein Spiritual.
Nach Gebet und Segen am Ende des Gottesdienstes durften die Flötengruppe und dann der Kinderchor den Schlusspunkt setzen. Der Vortrag der Kinder „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott, sei mit uns auf unsern Wegen“ war für alle Anwesenden ein Lied „zum Mitnehmen“.

Wenn man die Kinder an diesem Morgen beobachtete, war doch deutlich zu merken, dass sie es genossen haben, besondere Aufmerksamkeit zu erhalten. Zum Abschluss noch ein treffendes Zitat eines unbekannten Verfassers: Verantwortung für Kinder ist Antwort auf Gottes Liebe.

A.S.